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      Chronik des Verschönerungsvereins Gevelsberg                                                                                              Geschichte ab 2006

Deutschland war noch ein Kaiserreich und Gevelsberg erst 13 Jahre Stadt, als unser Verschönerungsverein Gevelsberg (vvg) am 20. April 1899 gegründet wurde. Wo die Versammlung stattfand und wie viele Personen teilgenommen haben, ist leider nicht überliefert. Überhaupt sind Unterlagen aus den Anfangsjahren irgendwann verloren gegangen.

Eine damals einmütig beschlossene Satzung umfasste 18 Paragraphen. In § 1 hieß es (Originaltext):

"Der Verein bezweckt Verschönerungen aller Art, namentlich solche Anlagen und Wege im Weichbild der Stadt Gevelsberg und nächster Umgebung anzuregen und entweder selbständig auszuführen oder deren Ausführung zu unterstützen, welche zur Annehmlichkeit und Bequemlichkeit des Publikums beitragen können".

Wenn man so will, handelte es sich bei dem vvg um die erste Bürgerinitiative in Gevelsberg, die sich zum Ziel setzte, die Umwelt zugunsten aller Menschen zu verschönern, zu pflegen und zu schützen.

Flächen zwischen Kruin und Aske waren kahl

"Industriestadt am Fuße grüner Berge" lautete einmal ein Gevelsberger Werbeslogan in 1980er Jahren. Der Wald rundherum wurde als "grüne Lunge der Stadt" bezeichnet. Jedoch als der vvg gegründet wurde, gab es keinen Wald zwischen Kruin und Aske. Die Flächen unseres heutigen Stadtwaldes, der Buchenberg mit seinen sieben Köpfen, weshalb man auch vom Gevelsberger Siebengebirge spricht, waren weitgehend kahl.

Bis 1812 hatten sich die bewaldeten Berghänge im Besitz des ehemaligen Hochadeligen Damenstiftes, das im Dorf angesiedelt war, befunden. Als der französische Herrscher Napoleon das Stift auflöste, wurden die Waldparzellen versteigert und von umliegenden Bauern erworben. Sie rodeten die Wälder und verkauften das Holz. Kaum jemand kümmerte sich um notwendige Neuaufforstungen.

Retten, was gerettet werden konnte

Ein erster Versuch, zu retten, was noch gerettet werden konnte, wurde am 23. April 1860 in Vogelsang unternommen. Da hieß Gevelsberg amtlich noch Mylinghausen, die Gemeinde gehörte zum Amt Ennepe. In einer Zusammenkunft verantwortungsvoller Bürger ging es darum, "Maßregeln für die Wiederbewaldung unserer kahlen Berge" zu treffen. Ein erster Schritt dazu war die Gründung eines Forstschutzvereins. Jedoch der gewünschte Erfolg stellte sich nicht ein, die Berge blieben kahl.

Bürgermeister schaltete sich ein

Das gesteckte Ziel, dem Raubbau ein Ende zu bereiten, blieb dennoch auf dem Tapet. Nachdem Gevelsberg 1886 die Stadtrechte verliehen worden waren, schaltete sich der zum Bürgermeister gewählte Fritz Knippschild ein. Er beauftragte den Leiter der Rektoratsschule, Fritz Halverscheid, zur Lösung des akuten Problems einen Verein zu gründen. Das war mit der Gründungsversammlung am 20. April 1899 der "Verschönerungsverein Gevelsberg". Der Bürgermeister selbst zählte zu den Mitgründern.

Schon nach kurzer Zeit gelang es dem neuen Verein, vor allem durch das Engagement seines rührigen Vorsitzenden Fritz Halverscheid und durch großzügige Spenden seiner Mitglieder, den Bauern die ersten Flächen abzukaufen. Es wurden dann zwischen Kruin und Aske immer mehr. Umfangreiche Neuaufforstungen setzten ein, Wege wurden angelegt und auch für die Vogelwelt einiges getan.

Blättert man in den Annalen, kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Was allein im ersten Jahrzehnt nach der Vereinsgründung in Privatinitiative geleistet wurde, verdient noch heute höchste Anerkennung. Bereits 1905 umfasste der vereinseigene Waldbesitz 92 Hektar, es waren 3000 Fichten und 11.000 Weymouthskiefern gepflanzt worden. Bis 1910 waren es bereits 200.000 Bäume. Der gesamte Waldbesitz belief sich inzwischen schon auf 250 Hektar. 200 Mitglieder gehörten dem Verein an, der Jahresbeitrag belief sich auf 3 Mark.

Nach einem Großfeuer im Sommer 1911, als der Wald vom Kruin bis zum Twiesack brannte und unzählige junge Pflanzen vernichtet wurden, begegnete man dem Schaden mit dem Pflanzen von weiteren 10.000 Bäumen verschiedener Art. Zudem wurde das Netz der Spazierwege um 500 Meter verlängert. Insgesamt waren es bald 20 Kilometer. 50 Bänke luden zur Rast ein.

Neues Forsthaus und Wildgatter

Die Mitglieder des Vereins waren in erster Linie betuchte Leute. Jedoch keine Egoisten, die sich materielle Vorteile verschaffen wollten, sondern Freunde ihrer Heimatstadt, die sich bemühten, das umzusetzen, was in der Satzung des Vereins vorgegeben war, nämlich Anlagen und Wege im Weichbild der Stadt Gevelsberg anzuregen oder selbst auszuführen. So wurden die Gevelsberger Berge mit ihren sieben Köpfen wieder ein geschlossenes Erholungsgebiet und zum Anziehungspunkt für Spaziergänger aus Nah und Fern.

Es war notwendig, was sich der Verein auch erlauben konnte, einen eigenen Förster anzustellen. Das war August Drenkpohl, seinen Dienstsitz hatte er zunächst im Alten Forsthaus. Deshalb auch die Bezeichnung Forsthaus.

1910/1911 baute der vvg für ihn das Neue Forsthaus im Kirchwinkeltal. Zugleich wurde eine Gartenanlage geschaffen, ein Teich und als besonderer Anziehungspunkt ein Tierpark angelegt.

Der erste Rehbock hielt am 28. August 1911 Einzug. 1912 waren es zwei Rehe, zwei
Damhirsche und sogar einige Hasen.

Tiere in den Kriegen abgeschossen

Infolge Hungers der Menschen wanderten die Tiere im ersten Weltkrieg (1914/18) in den Kochtopf oder in die Pfanne. Erst 1926 konnte das Gatter wieder besetzt werden. Von nun an wurde Damwild bevorzugt.

Auch im zweiten Weltkrieg (1939/45) schossen hungrige Menschen, aber auch Soldaten und Fremdarbeiter, die Tiere ab. Bis 1950 blieb das Gatter verwaist. Für eine Wiederbelebung setzte sich vor allem Sparkassendirektor Fritz Ebinghaus, seit 1940 Vorsitzender des Vereins (Fritz Halverscheid war 1933 gestorben) und passionierter Waidmann, ein, was dann auch gelang: Ein Tierfreund aus Wuppertal stellte drei Stück Damwild zur Verfügung. Die Tiere trafen am 10. Oktober ein und wurden auf die Namen Diana, Raudi und Baudi getauft. Schmalreh "Petra" leistete ihnen nicht nur Gesellschaft, sondern war auch der "Star" bei einer Weihnachtsausstellung in der Dortmunder Westfalenhalle. Ab Dezember lockten auch zwei Wildschwein-Frischlinge die Besucher an. Im April 1951 folgte eine Überläufer-Bache aus einem Saupark in Hannover. Vorübergehend (1952) gab es auch Shetland-Ponys sowie – auf Anregung der Stadt Gevelsberg – eine Volière mit Fasanen.

Nur noch Damwild im Gatter

Das Gatter auch mit Shetland-Ponys und Wildschweinen zu besetzen, bewährte sich nicht. Vor allem die Sauen brachen immer wieder aus und richteten durch ihre Wühlarbeit größere Schäden an. Unter dem neuen Vorsitzenden Carlfriedrich Hückinghaus (ab 1953) wurde beschlossen, sich auf Damwild zu konzentrieren. Meistens sind es rund 20 Tiere.

Sorgen bereiteten zunehmend die Kosten sowohl zur Unterhaltung des Gatters als auch des Neuen Forsthauses. 1963 diskutierte man im Vorstand sogar darüber, beide Objekte an die Stadt Gevelsberg zu veräußern. Letztlich wurde dieser Gedanke jedoch einmütig verworfen.

Ab 1950 Kastaniensammlung

Vor dem Hintergrund der enormen Futterkosten hatte Vorstandsmitglied Otto Remmert die Idee, die Gevelsberger Schuljugend im Herbst 1950 erstmals zu einer Sammlung von Wildfrüchten (Kastanien und Eicheln) aufzurufen. Es war der Start zu einer Aktion, die im gesamten Bundesgebiet lange Zeit einmalig blieb.

Der Erfolg war überwältigend. Viele Kinder beteiligten sich und gaben sich mit bescheidenen Geschenken (Bleistifte, Lineale, Bücher usw.) zufrieden. Über die Kastanien freute sich das Damwild, Eicheln wurden von den Wildschweinen bevorzugt. Nach dem Verzicht auf die Sauen beschränkt sich die Sammlung allein auf Kastanien.

Die Aktion wurde bis in die Gegenwart ohne Unterbrechung fortgesetzt und setzt nach wie vor den absoluten Höhepunkt im Jahresablauf des Vereinsgeschehens. Inzwischen sammeln Kinder, auch aus fast allen Nachbarstädten, schon in der zweiten und dritten Generation, was bedeutet, dass Mädchen und Jungen ihre Früchte am Neuen Forsthaus abgeben, deren Mütter und Väter oder sogar Großeltern schon "aktiv" waren.

Die in jedem Jahr erzielten Ergebnisse können sich sehen lassen. Den absoluten Rekord hält das Jahr 1982, als 311 Kinder 417 Zentner zusammen trugen. Ein Junge allein brachte es da auf 20 Zentner. Ein Jahr vorher (1981) hatte es nach einem verregneten Sommer mit 34 Kindern und und 34 Zentnern einen Minusrekord gegeben.

Sammelergebnisse seit 2006

Jahr Ergebnis in kg

2006 -   6587 kg
2007 -   8722 kg
2008 - 12068 kg
2009 - 16545 kg
2011 – 9.491 kg
2012 – 9.528 kg
2013 – 7.308 kg


Alle Kinder hätten es verdient, für ihren Fleiß entsprechend belohnt zu werden. Was jedoch den Rahmen sprengen würde. Vor allem aus Kostengründen kann der Verein lediglich die jeweils besten 10 Einzelsammlerinnen und -sammler bzw. die besten fünf Kleingruppen zu einer Feier ins Neue Forsthaus einladen und sie mit Geschenken erfreuen. Größere Gruppen werden separat geehrt.

Gesamten Waldbesitz veräußert

Den Wald zu unterhalten und zu pflegen, war natürlich mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, die letztlich nicht mehr aufgebracht werden konnten. Deshalb wurde der Wald nach und nach an die Stadt Gevelsberg veräußert, die letzten 70 Morgen im Jahr 1949 für 12.500 DM. Mit diesem Geld war es dann möglich, nach den schweren Kriegs- und Nachkriegsjahren wieder in das vereinseigene Neue Forsthaus zu investieren und das Wildgatter neu einzurichten.

Nach August Drenkpohl war Benedikt Mayer Revierförster und von 1939 bis 1963 auch Betreuer des Wildgatters. Dann folgte die Familie Schlieper, mit den Senioren Adolf und Gerda sowie dem Jungehepaar Peter und Liane. Dass der Vertrag mit Peter und Liane Schlieper nach wie vor Gültigkeit hat, ist Beleg dafür, dass der Verein mit dem Wirken des Ehepaares sehr zufrieden ist. Dass die Tiere im Gatter einen guten Eindruck hinterlassen und das Neue Forsthaus zu einer beliebten Einkehrstätte wurde, ist vor allem ihr Verdienst.

Vorstand erheblich verjüngt

Zurzeit zählt der Verschönerungsverein Gevelsberg rund 100 Mitglieder. Es war immer ungeschriebenes Gesetz, dass dem Vorstand der jeweilige Bürgermeister angehören sollte. Zuletzt standen über viele Jahre hinweg 1. Vorsitzender Rainer Brune, Kassierer Günther Schwarzmann, Schriftführer Fritz Sauer sowie die Beisitzer Ewald Hochbein, Dr. Gerhard Reineke, Norbert Spielmann, Bürgermeister Dr. Klaus Solmecke, Rolf Michael und Udo Becker an der Spitze des vvg.

Auf deren Wunsch erfolgte dann ein gravierender Schnitt, der Vorstand wurde erheblich verjüngt. In der Mitgliederversammlung am 12. September 2006 wurden gewählt: 1. Vorsitzender Michael Pfleging, Kassiererin Bettina Bothe, Schriftführerin Annette Fischer, BeisitzerInnen Ewald Hochbein, Udo Becker, Bürgermeister Claus Jacobi, Petra Hartmann, Dr. Luke Kerkman, Oliver Klinke, Kirsten Niesler.

Ewald Hochbein starb am 21. Februar 2007 im Alter von 78 Jahren. Der Verein ehrte sein Vorstandsmitglied und langjährigen Förderer mit der Enthüllung einer Erinnerungstafel am Neuen Forsthaus.

Die Tradition wird mit dem Neuen Forsthaus im Kirchwinkeltal und dem angegliederten Wildgatter als Mittelpunkt natürlich weiterhin gepflegt in unserem Verschönerungsverein Gevelsberg (vvg). Jedoch mit der Umgestaltung der ehemaligen Kornbrennerei Saure im Dorf in ein Bürgerhaus haben wir eine zusätzliche gesellschaftspolitische Aufgabe übernommen.

Untätig war der Verein auch in der Vergangenheit nicht. Wegen der Vielzahl der Aktionen müssen wir uns jedoch auf das Wesentliche und eine Aufzählung in Kurzform beschränken.

* Auf dem Haufer Kopf im Stadtwald thront das Ehrenmal, das 1930/31 zum Gedenken an die 697 Opfer des ersten Weltkrieges (1914-18) errichtet wurde. Viele Gevelsberger wissen möglicherweise nicht, dass unser vvg maßgeblich daran beteiligt war. Nach der Einweihung am 1. März 1931 wurde ihm die Anlage zur Pflege übertragen.

* 1933 im Buchenberg Anlegung eines Ennepe-Hangweges vom Neuen Forsthaus bis zur Asker Straße.

* Der Wald ging nach und nach auf die Stadt Gevelsberg über. Die letzten Parzellen in einer Gesamtgröße von 17 Hektar übernahm die Stadt nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Februar 1950 für 12.500,- DM. Bereits 1941 war die Unterhaltung des Wildgatters durch die Stadt (Umzäunung) vertraglich festgelegt worden. Die Grundstücksgröße für das Neue Forsthaus wurde mit 4423 qm, für das Wildgatter mit 6884 qm angegeben.

* Im Herbst 1950 fand auf Initiative unseres Vorstandsmitgliedes Hauptlehrer Otto Remmert erstmals eine Sammlung von Wildfrüchten, Eicheln und Kastanien, statt. Mit 8 Zentnern gab es ein stolzes Ergebnis. Da es fortan im Gatter keine Wildschweine mehr gab, wurde die Sammelaktion auf Kastanien beschränkt.

* 1951 pflanzte der Verein zur Erinnerung an seinen Gründer und langjährigen Vorsitzenden Fritz Halverscheid im Stadtwald eine Eiche und stellte einen Gedenkstein mit eingraviertem Namen auf. 1975 wurde die Anlage erneuert und im Rahmen einer Feierstunde neu eingeweiht..

* 1948 hatte Carlfriedrich Hückinghaus in unserem Vorstand das Amt des Schriftführers übernommen. Die Sitzungsniederschriften fertigte er handschriftlich an. Mit der einmütigen Wahl in einer Versammlung am 10. Dezember 1953 wurde er als Nachfolger von Fritz Ebbinghaus 1. Vorsitzender des vvg – er blieb es bis zu seinem Tod im September 1989 fast 36 Jahre lang. .

* 1956 gab es Überlegungen, das Wildgatter vom Neuen zum Alten Forsthaus im Twiesack zu verlegen, eventuell sogar das Neue Forsthaus zu verkaufen.

* 1967 am Neuen Forsthaus Anbringung eines Futterautomaten, der 1989 erneuert wurde.

* 1973 wurde im Stadtwald auf Initiative des vvg-Vorsitzenden Hückinghaus ein Trimm-Parcours angelegt. Durch Stürme wurden die Geräte jedoch mehrere Male beschädigt.

* Im Mai 1974 startete der Verein einen Wettbewerb unter dem Motto "Mehr Blumen in die Stadt". Außerdem Übernahme der Patenschaft für Blumenschmuck an der Ennepebrücke.

* 1976 Anlegung einer Sitzecke mit großem Schleifstein als Tisch am Clashammer im Stefansbachtal. Im Januar 1990 riss ein Sturm den "Tisch" aus seiner Verankerung. Der Schaden konnte aber behoben werden.

* Ebenfalls 1976 wandte sich der Vorstand gegen einen geplanten Autobahnzubringer ab Hagener Straße (Hagebölling) bis zum Waldschlösschen in Silschede. Begründung: Zerstörung der Landschaft und des Wanderwegenetzes sowie Beeinträchtigung des denkmalwürdigen Haus Rocholz.

* 1980 Erweiterung des Wildgatters durch eine Wiese im oberen Bereich.

* 1982 erfuhr der im Juni 1975 verstorbene Otto Remmert eine verdiente Ehrung, indem am 22. Dezember im Rahmen einer Feier für die Kastanien-Sammler am Neuen Forsthaus ein Gedenkstein enthüllt wurde. Bei der Sammlung war das Rekordergebnis von 420 Zentnern Kastanien erzielt worden.

* 1983 mit erheblichem Kostenaufwand umfangreiche Sanierung der Dach- und Mansardenfläche am vereinseigenen Neuen Forsthaus.

* Wie schon erwähnt, starb im September 1989 völlig unerwartet Vorsitzender Carlfriedrich Hückinghaus, wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag. Am 30. Juni hatte er zum letzten Mal eine Vorstandssitzung geleitet. Seine großen Verdienste würdigte der Vorstand mit einer Gedenktafel, die anlässlich einer nachträglichen Feier zum zum 90-jährigen Vereinsbestehen (20. April 1989) am 9. Juni 1991 enthüllt wurde.

* Der bisherige Kassierer Rainer Brune übernahm im Oktober kommissarisch den Vorsitz, in der Mitgliederversammlung am 7. Juni 1990 wurde er zum ordentlichen Vorsitzenden gewählt.

* Inzwischen hatten sich mehrere Investitionen aufgestaut. Unter anderem erhielt das Damwild einen neuen, 30 qm großen Unterstand. Allein diese Kosten beliefen sich auf 25.000 DM.

* 1993 bereiteten Trinkwasserprobleme am und im Neuen Forsthaus große Sorgen, die dann durch den Einbau einer UV-Filteranlage beseitigt werden konnten. Eine geplante Kanalverlegung bis zum Neuen Forsthaus musste wegen zu hoher Kosten (geschätzt 130.000 DM) verworfen werden. Stattdessen Bau einer Tropfkörperanlage mit Dreikammersystem. Kosten 32.000 DM. Zur Instandhaltung des Neuen Forsthauses wurde weiter investiert.

In einer Sitzung am 2. September 1997 beschloss der Vorstand eine Baumpflanzaktion im Stefansbachtal. Mehrere Spender beteiligten sich daran, auch Ruhebänke wurden gespendet. Bis zum 100jährigen Juniläum am 20. April 1999 war ein neu angelegter Spazierweg vom Clashammer bis zur Bruchmühle mit knapp 60 Bäumen eingerahmt. Zudem wurden zwölf Ruhebänke aufgestellt und am Jubiläumstag ein Schaukasten durch den Vorsitzenden Rainer Brune enthüllt.




* Initiativen unseres Vereins in der jüngsten Vergangenheit: Schaffung von Sitzecken in den Bereichen Rocholz, Klosterholz und Ochsenkamp, Aufstellen von Schutzhütten an den Spazierwegen im Stefansbachtal und vom Rocholz zum Knapp, wo ebenfalls Ruhebänke zum Verweilen einladen, sowie Enthüllung eines Schaukastens auch am Neuen Forsthaus/Wildgatter.

* Letzte größere Amtshandlung des bis dahin amtierenden Vorstandes: Vertragliche Übernahme und Unterhaltung des Wildgatters von der Stadt Gevelsberg.

* In der Mitgliederversammlung am 12. September 2006 Generationswechsel im Vorstand: Fünf der bisherigen Mitglieder mit dem Vorsitzenden Rainer Brune, bis zu 32 Jahre lang im Amt, machten Platz für jüngere Nachfolger mit dem Vorsitzenden Michael Pfleging. Novum in der bis dahin 107-jährigen Vereinsgeschichte: Seit diesem 12. September 2006 gehören auch Frauen dem Vorstand an.